18. August 2019

Stopover statt Schlafmangel

Langstrecke – kein Problem? Für mich schon. Ich kann im Flieger nicht schlafen: Maximal ein, zwei Stündchen im Dämmerschlaf, das war’s. Was mir hilft: Pausen einlegen. Zum Beispiel in Qatar.

Als ich meine Malaysia-Reise plane, wird schnell klar: Direkt fliegen wird zur Hauptreisezeit utopisch teuer – oder ich fliege mit Stopover. Such, such… Und ich werde fündig, bin allerdings zuerst gar nicht begeistert. 16 Stunden Stopover in Doha – und das mit Kind. Na super.

Aber Qatar Airways (die mich nicht für diesen Beitrag bezahlen, leider) hat sich da was Tolles überlegt: Statt am Flughafen rumzudämmern, bieten sie an, für 23 US-Dollar in ein 5-Sterne-Hotel einzuchecken. Haken? Keiner, soweit ich sehen kann. Ich bin gespannt…

Abflug am 1. August in München. Beginn der Schulferien in Bayern, am Franz-Joseph-Strauß-Flughafen herrscht der Ausnahmezustand. Noch nie habe ich so lange am Check-in angestanden, gefolgt von einer nahezu unüberwindlich langen Schlange bei der Gesichtskontrolle aka Ausreise. Wir sitzen zehn Minuten nach der Abflugzeit also endlich im Flugzeug und sind jetzt wirklich urlaubsreif.

Zwei Avengers-Filme später landen wir nach einer super angenehmen Reise in Doha: Ich versicherer mich dreifach, dass das Gepäck durchgecheckt wird und ich nicht ohne Koffer zwei Tage später in Malaysia landen werde und begebe mich an die Grenzkontrollstelle. Fotos und Fingerabdrücke werden nur von mir verlangt, Sohnemann muss nur die Dame hinterm Tresen kurz anschauen, fertig. Ab zum Taxi: Bus wäre auch gegangen, aber mit längerem Fußmarsch kombiniert. Mit der schweren Kameratasche muss das nicht sein – aber es kostet dreimal mehr mit dem Taxi und auch nur nach ordentlichem Schachern bekomme ich den Preis, den ich vorher auf Traveller-Blogs recherchiert hatte. Wer nicht handelt, zahlt das Doppelte.

Wir fahren also ca. 20 Minuten in die City, es ist stinkheiß: 40 Grad bei trockener Hitze, uff. Dafür geht um 18 Uhr schon die Sonne unter – und übrigens am nächsten Morgen schon um 4:30 wieder auf.

Spektakulär: Die Skyline von Doha

Im Amari-Hotel (was mich ebenfalls nicht bezahlt oder gesponsert hat) bekommen wir eine super freundliche Einweisung und fühlen uns sofort pudelwohl.

Schnell die Sachen auf’s Zimmer gebracht: Dieses ist schön groß und super gepflegt, sieht sehr neu aus. Jetzt ab auf die Dachterrasse. Hier gibt es einen tollen Pool. Wasser und Luft sind nicht warm, sondern heiß, aber dafür halten wir es auch entspannte zwei Stunden hier aus, bis es komplett dunkel ist. Jetzt offenbart sich ein toller Blick auf die Skyline von Doha: Ein spektakuläres, blinkendes Lichterinferno begeistert nicht nur meinen Sohn Jamie, ich bin auch schwer beeindruckt.

Wir schlafen dann auch gut in bequemen Betten und unser Fahrer vom Vortag steht wie vereinbart pünktlich um 6 an der Rezeption, um uns zum Flughafen zurück zu fahren. Ausgeruht und entspannt steigen wir schließlich in die Maschine nach Kuala Lumpur ein: Weiter geht’s…

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