31. August 2019

Georgetown: Ein Schnellkurs in Multi-Kulti

Chinesische Läden in Georgetown

Hindu, Moslem, Buddhist oder Christ: Hier kannst du alles sein. Georgetown ist ein Paradebeispiel für friedliche Koexistenz

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Georgetown gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Von der britischen Besatzung geprägt, merkt man den Häusern hier das Erbe an: Viele der kleinen süßen Stadthäuser sind leider ziemlich heruntergewirtschaftet, aber manche wurden auch extrem gut renoviert. Besonders toll finde ich unser Hotel: Areca heißt es und ist im Kolonialstil erbaut und renoviert worden – aber mit sehr viel Liebe zum Detail. Der Service im Restaurant sucht seinesgleichen, die Auswahl des Frühstücksbuffets ist sensationell. Wir begeben uns anschließend ins Getümmel der Stadt.

Genau wie das malaysische Volk, das viele indische und chinesische, aber auch arabische Einflüsse hat, gibt es hier keine einheitliche Linie und es finden sich viele bunt gemischte, inspirierende Stilrichtungen. Die unterschiedlichen Religionen koexistierten hier vorbildlich: Neben chinesischen und hinduistischen Tempeln finden sich Moscheen und wir sehen sogar eine christliche Kirche. Man bekommt das Gefühl, dass das vor allem daher kommt, weil alle sehr freundlich und respektvoll miteinander umgehen. Unser Tour Operator erklärt uns das alles detailgenau: Wir sind so dankbar, dass wir sehen dürfen, dass ein Zusammenleben auch funktionieren kann.

Touristen hilft man hier übrigens grundsätzlich gerne: Wenn meine Grab-App mal nicht funktionierte, weil kein WLAN in der Nähe war, haben mir wildfremde Menschen mehr als einmal einen Hotspot über ihr Privathandy zur Verfügung gestellt, damit ich meinen Transport buchen konnte. Einfach toll! Die Streetart in der Innenstadt ist bezaubernd: Von kreativen Graffitis über künstlerische Szenen des Alltagslebens entdeckt man an vielen Ecken Bilder und Installationen. Toll ist der Chewy Jetti: Hier findet sich variantenreiche Straßenküche und tagsüber kann man in den kleinen Shops Alltagskram und Souvenirs erstehen. Die Shop-Besitzer leben auch in den Hütten, die mitten im Wasser stehen, also sollte man mit den „no photo“-Schildern auch sensibel umgehen und vielleicht eher tagsüber hierher kommen.

Das Blue Mansion ist ein Must-See: Das süße Haus im Feng Shui Stil wurde von Cheong Fatt Tze Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Der Emporkömmling baute sich mit dem Geld einer seiner ersten Frau ein weitreichendes Imperium auf. Übrig geblieben ist ein detailreiches Haus, was renoviert und zu einem Luxushotel umgebaut wurde. Ein Teil des Hauses kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Ein anderer Ausflug führt uns auf den Penang Hill: Mit einer Schweizer Bahn geht es hier steil bergauf zum höchsten Punkt der Insel. Von hier aus hat man einen tollen Blick und bekommt die örtlichen Zusammenhänge besser sortiert. Es gibt hier einen Haufen Affen, die man aber besser nicht anfasst; beim ersten Streichel-Versuch wird mein Sohn angefaucht und stellt fest, dass die haarigen Freundchen ganz schön lange, spitze Zähne haben. Also lieber Pfoten weg. Besonders bezaubernd ist der Hindu-Tempel ganz oben: Die farbenfrohen Figuren und der Duft von Räucherstäbchen wirken beruhigend. Die Schuhe werden wie immer ausgezogen, die Schultern und Beine sollten bedeckt sein. Tipp von meinem indischstämmigen Fremdenführer: Den Tempel immer mit dem rechten Fuß betreten, nicht auf die Türschwelle (bringt Unglück) und zuerst zum Ganesha-Altar, der sich grundsätzlich links im Tempel befindet. Die Segnung vom Tempelmönch sollte mit einer kleinen Spende ausgeglichen werden; wer das Geld in die Spendenbox wirft, unterstützt dagegen den Tempel, nicht den amtierenden Mönch.

*Was ist ein gesposerter Post?
Das bedeutet, das ich Hotelzimmer kostenlos oder teilweise kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekomme. Meine Texte werden nicht von meinen Kooperationspartnern vorgegeben oder redigiert. Ich bin vollkommen frei, was ich schreibe und gebe immer meine ungeschminkte und offene Meinung wieder.

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