11. Februar 2019

Beauty Secret Aloe Ferox: So geht Sonne!

Afrikanische Sonne brennt. Dagegen hilft die lokale Botanik: Aloe Ferox heißt meine Wunderwaffe bei sonnengestresster Haut

 

40 Grad, die Sonne ist mal wieder gnadenlos: Ein typischer Tag am Kap. Was habe ich schon alles versucht, bevor ich über Aloe Ferox gestolpert bin! Sonnencremes aus der Drogerie: Zum Cremen, Sprühen, in Form von Stiften und immer ziemlich teur. Ergebnis: Selbst Faktor 50 birngt herzlich wenig; nach einem Tag vor, hinter und neben der Kamera sieht man so oder so aus wie ein Lobster. Auch das Sonnengel aus der superteuren Sonnenboutique hilft nicht wirklich weiter: Eignet sich zwar unter dem Make-up ganz gut, macht aber Pickel und für den ganzen Körper ist es definitiv zu teuer. Sonnencremes mit mineralischem Schutz: Wenn man klebrig und gekalkt am Strand auflaufen möchte – bitte sehr, aber ich muss zugeben, da hat auch die egentlich schmerzfreie Nina dann ihre Grenze gefunden. Außerdem ist das Zeug super schwer wieder abzuwaschen, nein danke!

Dank dieser Erfahrungen (bitte nicht aufschreien, liebe Hautärzte!) war ich knapp zehn Jahre komplett ohne Sonnenschutz unterwegs. Übrigens auch nicht mit mehr Sonnenbrand als zuvor – im Gegenteil, ich hatte sogar das Gefühl, dass meine Haut das besser verträgt. Früher war ich immer brav mit Maximalfaktor am Dekolleté eingeschmiert, aber ich war permanent rot. Jetzt nicht mehr. Ich bin schön tiefengebräunt. Aber ab und zu erwische ich dann doch etwas zu viel Strahlung vom brennenden Planeten: Beispielsweise auf meiner letzten Südafrika-Reise die East Coast hoch, entlang der Garden Route. Fenster offen, ein Arm draußen, zack! Rot wie ein Lobster. Mist.

Aber diesmal erfuhr ich die Offenbarung für Sonnenanbeter, denn Mutter Natur lässt ihre sunny Lobster nicht einfach im Stich! Der Reihe nach: Ich bin also schön am Jammern, weil meine Haut brennt, als wir an der ersten Aloe Ferox Farm vorbeifahren. Dann fängt mein Fahrer an, mich über die Pflanze ganz beiläufig aufzuklären –  und wie nebenbei erwähnt er, dass sie gegen Sonnenbrand helfen soll! Aufgeregt bitte ich ihn, umzudrehen.

Im Shop sind wir die einzigen Kunden. Was sich zuerst komisch anfühlt, ist ein echter Segen: Die nette Verkäuferin erklärt mir die Wirkungsweise der Produkte haarklein und lässt nichts aus. Aloe Ferox ist die afrikanische Version von Aloe Vera (aloe barbadensis) und es gibt ein paar wichtige Unterschiede. Bei der Ferox-Pflanze befindet sich das bittere Aloin direkt unter der Blattoberfläche als separate Schicht. So kann diese leicht vom gelartigen Inneren der Pflanze getrennt werden – ganz ohne Hitzeeinwirkung oder Chemie. Bei der Aloe Vera ist das anders: Hier befindet sich das Aloin im gesamten Blatt und wird chemisch extrahiert. Aloe Ferox soll 28% mehr Aloin und 38% mehr Aminosäuren besitzen als Aloe Vera. Die Pflanze wird vor allem am südlichen Kap bei Albertinia angebaut. Und wie unterscheiden sich die Produkte der einzelnen Farmen? Es gibt ja immerhin mindestens drei davon alleine bei Albertinia, dem Hauptanbaugebiet! „Unsere Produkte werden sehr schonend und durch Kaltpressung gewonnen. Ich weiß nicht, ob die anderen Anbieter das auch machen“, vermutet die Verkäuferin. Nach längerer Recherche muss ich ihr zustimmen: Die Pflanzen werden bei Aloe Ferox® besonders schonend verarbeitet, was einen höheren Vitamin- und Enzymgehalt zur Folge haben dürfte.

Sowohl äußerlich als auch innerlich kann man die Pflanze anwenden. Das Innere ist feuchtigkeitsspendend, beruhigend und fördert die Wundheilung, hilft also auch gegen Sonnenbrand und bei sonnengereizter Haut. Auch nach einer Strahlentherapie und bei Insektenstichen kann das Gel eingesetzt werden. Neben antioxidativen Stoffen, Vitaminen (A, C und B 12) enthält es auch Bradykinase, ein Enzym, was gegen Entzündungen hilft. Aber Achtung: Das Gel kommt auch zur Aufhellung der Haut zum Einsatz, da es die Produktion von Melatonin hemmt. Die Bitterschicht der Pflanze auch einiges, wird bei allerlei Hautkrankheiten und sogar Hautkrebs begleitend eingesetzt. Innerlich angewendet hat das Blattinnere einen Detox-Effekt und stärkt das Immunsystem, die Bitterschicht hingegen wirkt positiv aufs Immunsystem und ist sehr reich an Mineralstoffen.

Ich würde am liebsten alle Produkte kaufen, beschränke mich dann aber auf eine kleine Auswahl. Hier lest ihr, was sich wie anfühlt oder wie es schmeckt:

Aloe Saft: Schmeckt in der Geschmacksrichtung Natur ebenso wie in Mango etwas gewöhnungsbedürftig und ich kriege trotz zweitägiger Vorbereitungskur nach dem Langstreckenflug nach Hause eine deftige Erkältung. In puncto Immunsystem also leider durchgefallen. Ist aber basisch, ergo kann es nicht schaden. Jedenfalls habe ich mir damit die Lust auf Softdrinks wegtrinken können.

Aloe Gel: Nie wieder Sonnenbrand! Selbst wenn die Haut schon stark gerötet ist: Wenn ich das durchsichtige Zeug abends auftrage, bin ich morgens einfach nur braun, von Reizung oder Rötung keine Spur mehr. Das kommt in meine Basic-Sommer-Ausstattung! Meine Freundin schwört übrigens, dass es auch bei Windelpopo hilft, liebe Mini-Me-Mamas!

Aloe Bitter Tabletten: Ob die Mineralstoffe wirklich was bringen, kann ich noch nicht sagen. Krankheit wurde damit leider nicht abgewehrt, daher werde ich die wohl nicht nochmal kaufen.

Aloe Bitter Gel: Soll man nur punktuell einsetzen. Ich habe es mal versuchsweise auf meine etwas vergrößerten Muttermale aufgetragen. Die wurden immer heller, dann bröselten die dunklen Stellen nach und nach weg und sie sind nach einigen Wochen einfach abgefallen. Ohne Narben, einfach wie weggewischt. Finde ich etwas seltsam; ich werde bei Gelegenheit mal einen Hautarzt dazu befragen. Ich mochte die Dinger allerdings nicht besonders, passt also.

Fazit: Aloe Ferox Gel ist super, ein echter Bringer! Das Bitter Gel kann auch was, aber trinken muss ich die Pflanzenextrakte nicht unbedingt. Hast du schon Aloe Ferox ausprobiert? Schreib doch mal, würde mich interessieren…

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